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HTTP ist “stateless” – jeder HTTP-Request ist ein isoliertes Ereignis, der Server kann nicht erkennen, ob Requests zusammengehören.
Mit der Einführung von Cookies, und damit von state, können wir nun erkennen, dass mehrere Requests zusammengehören, vom selben Browser ausgelöst wurden.
Wir nennen diese Folge von Requests dann eine “Session”.
PHP hilft beim Erkennen und Verwenden von Sessions:
Mit dem Befehl session_start()* wird
$_SESSION Daten gespeichert werden, sorgt PHP dafür, dass die Daten am Server permanent gespeichert werden.$_SESSION-Array geladen.session_start() muss in jeder Seite der Applikation ausgeführt werden. Da wir in jeder Seite die functions.php-Datei mit require einbinden, ist das ein guter Ort, um session_start() auszuführen.
In der Session speichert man möglichst wenig. Die meisten Daten liegen in der Datenbank.
Die minimale Version ist: im $_SESSION-Array nur die user_id der angemeldeten Person speichern.
Alle weiteren Daten holt man dann aus der Datenbank, wo es eine users Tabelle gibt.
Weitere Informationen, die eventuell nur in der Session gespeichert sind: Zwischenergebnisse von mehrseitigen Formularen, Warenkörbe, die noch nicht zur Kasse gebracht wurden, Statusmeldungen, die auf der nächsten Seite angezeigt werden sollen.
Für die Benutzung der Seite macht die Session einen großen Unterschied: wenn ich eingeloggt bin habe ich mehr Möglichkeiten, das sieht man zum Beispiel in der Navigationsleiste:

Beim Programmieren der Seite bedeutet das: je nach Inhalt der Session zeigen wir verschiedene Elemente an.
Die folgende Tabelle zeigt die Seiten der Applikation, die für
das Login nötig sind.
Diesmal ist auch die Methode angegeben, da login.php verschiedene Aufgaben hat,
je nachdem ob es mit GET oder POST aufgerufen wird.
| Titel | Methode | Dateiname | Parameter | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
| Login Formular | GET | login.php |
Zeigt das Formular für den Login an | |
| Login | POST | login.php |
username, passwort | Prüft die Daten, setzt Username in der Session, dann Redirect zu index.php |
| Logout | POST | logout.php |
Löscht Session und Session-Cookie, dann Redirect zu index.php |
Das Login-Formular (Dateiname login.php) sieht ganz einfach aus und sendet die Daten mit POST wieder an login.php:

Username und Passwort werden überprüft; falls sie passen, wird der Username in der Session gespeichert. Mit dem Befehl header("Location: index.php") wird der Browser dann automatisch an die Hauptseite weitergeleitet.
if ( strlen($username) > 0 and check_login( $username, $passwort ) ) {
$_SESSION['USER'] = $username;
header("Location: index.php");
exit;
}
Nach dem gelungenen Login kann man jede beliebige Seite der Applikation aufrufen; immer wird im Array $_SESSION der Username gespeichert sein.
Das Logout erfolgt ebenfalls mit der Methode POST:
<form action="logout.php" method="post">
<input type="submit" value="Logout" />
</form>
Das Logout ist etwas umständlich zu Programmieren: das Cookie, das von PHP gesetzt wurde, muss man nun selbst löschen. Dazu wird das „Ablaufdatum“ des Cookies auf ein Datum in der Vergangenheit gesetzt, dann wird der Browser es löschen.
// Löschen aller Session-Variablen.
$_SESSION = array();
// Löscht das Session-Cookie.
if (isset($_COOKIE[session_name()])) {
setcookie(
session_name(), // Cookie-Name war gleich Name der Session
'', // Cookie-Daten. Achtung! Leerer String hier hilft nicht!
time()-42000, // Ablaufdatum in der Vergangenheit. Erst das löscht!
'/' // Wirkungsbereich des Cookies: der ganze Server
);
}
session_destroy();
header("Location: index.php");
Das Setzen und Löschen der Session-Cookies dauert immer einen Request länger als gedacht! Deswegen ist eine Weiterleitung mit Location: sinnvoll.
Die Weiterleitung funktioniert nur, wenn noch keine Ausgabe erfolgt ist, also vor dem Laden der header-Datei. Hier am Beispiel von login:
<?php
$pagetitle = "Login";
require "functions.php";
$username = $_POST['username'];
$passwort = $_POST['passwort'];
if ( strlen($username) > 0 and check_login( $username, $passwort ) ) {
$_SESSION['USER'] = $username;
header("Location: index.php");
exit;
}
require "header.php";
Eine Weiterleitung nach der Behandlung eines POST-Requests ist allgemein sinnvoll.
In diesem Beispiel wird eine Funktion check_login aufgerufen, die man
selbst implementieren muss. So kann man z. B. Username und Passwort mit Daten
vergleichen, die an verschiedenen Stellen gespeichert sein können:
in der Datenbank, in der config.php-Datei, in Umgebungsvariablen.
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